Bericht Langzeitseminar 2016

Morgens früh um halb sechs versammelten sich alle vor der Wichernkirche. Die Konfis, die Zweitfahrer und das Team waren todmüde, aber auch aufgeregt. Nach einer schönen Andacht und der Verabschiedung von den Familien teilten sich alle auf die zwei Reisebusse auf und das Abenteuer ging los.LZS2016002

Ungefähr sechs Stunden später kamen wir nach einer langen Fahrt mit Bus und Fähre auf Spiekeroog an. Die Zimmer wurden aufgeteilt, die Koffer ausgepackt. Nach ein paar Kennlernspielen, sehr sehr vielen Regeln und Ansagen und unserer ersten gemeinsamen Abendandacht war der erste anstrengende Tag auch schon vorbei.

Der zweite Tag begann, wie auch alle anderen, mit einer Morgenandacht. An diesem Tag wurden die Kleingruppen eingeteilt und das Holk-Projekt, dass uns das ganze Seminar über begleitete, fing an. Beim Holk-Projekt geht es um die Frage, ob wir Menschen Gott brauchen. Dazu wurde in den regelmäßigen Kleingruppeneinheiten diskutiert, es wurden Aufgaben erfüllt und Filme geguckt.

Eines der lustigsten Ereignisse war wahrscheinlich die Olympiade. Die einzelnen Kleingruppen, die Zweitfahrer und das Team, die jeweils eine selbst ausgedachte Hymne und eine selbst gestaltete Flagge hatten, traten gegeneinander in verschLZS2016003iedenen Disziplinen an, wie z. B. Speerwurf (mit Strohhalmen), Partnerrudern (auf Teppichfliesen) und Fechten (mit Tischtennisbällen und Löffeln).

Aber neben dem Spaß haben wir auch ernste Themen besprochen, wie zum Beispiel den Müllverbrauch des Menschen. Der Umwelt zuliebe sind wir gemeinsam zum Strand gegangen und haben dort Plastikreste und anderen Müll gesammelt.

Wie jedes Jahr durfte auch dieses Mal nicht die Nachtwanderung fehlen. Die einzelnen Gruppen sind losgezogen, um ein Beruhigungsmittel für die aus der nahegelegenen abgebrannten Irrenanstalt entflohenen Irren zu finden und wurden dabei das ein oder andere Mal erschreckt.

LZS2016004Natürlich durfte auch die Taufe der noch nicht getauften Konfirmanden nicht fehlen. Auf dem Weg zum Taufort am Meer, wo die Täuflinge nach einem Gottesdienst letztendlich getauft wurden, trafen die Konfirmanden auf von den Zweitfahrern vorbereitete Stationen zu den Themen „Liebe“ und „Hoffnung“ und der Frage „Was ist mir heilig?“, was auch Themen beim Holk-Projekt waren. Die im Anschluss an die Taufe stattfindende Taufparty gab allen die Chance, sich richtig auszupowern. Es wurde gelacht, getanzt und gesungen.

Am letzten Abend vor der Abreise kam noch ein letztes Highlight: der „Bunte Abend“. Die einzelnen Kleingruppen haben jeweils ein Vorspiel, eine Show oder ein Spiel vorbereitet. Es wurde viel gelacht,da ein Konfi oder ein Teamer ab und zu eine peinliche oder lustige Aufgabe erfüllen sollte. Als krönender Abschluss kam die sogenannte „Teamertaufe“ dran. Die Neuteamer mussten sich verschieden, witzig gestalteten Herausforderungen stellen und beweisen, dass sie mindestens so gut sind, wie die anderen Teamer. Zum Schluss, als die Neuteamer dachten, sie hätten es geschafft, kam die „richtige“ Taufe: während sie offiziell im Team willkommen geheißen wurden, wurden sie von hinten mit Wasser nass gemacht.

LZS2016001Am Tag der Abreise war jeder ein Bisschen traurig, dass die schöne Zeit vorbei war. Eine letzte Andacht wurde gehalten, die Koffer wurden in die Container geladen und dann ging es los.

Nach einer weiteren langen Fahrt wieder in Lehndorf angekommen, verabschiedeten sich alle voneinander. Viele haben neue Freunde gefunden und besprachen noch, wann sie sich treffen wollen. Ein paar letzte Umarmungen und Abschiedsworte, dann war es vorbei. Doch hoffentlich werden sich alle wiedersehen bei den Andachten und Kursen. Insgesamt hat das LZS sehr viel Spaß gemacht und wird hoffentlich bei allen als eine schöne Zeit in Erinnerung bleiben.

Von Daniela Malinovskiy und Marie Büchner